Elsie Altmann wurde als Tochter von Dr. Adolf (Aron) Altmann (Wiener Theateranwalt) und Eugenie Grünblatt am 27.12.1899 in Wien geboren. Sie verstarb in Buenos Aires am 19.05.1984. Sie führte auch die Namen Altmann-Loos (2. Ehe), Altmann-Loos de Gonzales Varona (4. Ehe) und das Künstlerpseudonym Leonore Aubert.
Durch das Elternhaus war ihr der Besuch der reformpädagischen Schwarzwald-Schule ermöglicht, in der Tanz besonders gefördert wurde. Tanz, Gesang und Choreografie prägten ihren Werdegang.
Im Mai 1919 trat Elsie das erste Mal öffentlich im Mittleren Konzerthaussaal in Wien auf.
Schon kurz darauf galt sie als eine der auffälligsten jungen Tänzerinnen der Stadt. In Kritiken soll sie als eine ganz entzückende, musikalische, vor allem aber äußerst aparte Künstlerin genannt worden sein, die endlich davon überzeugte, dass Tanz doch die vollendete Grazie bedeute, wenn er von solcher Anmut und solchem Frohsinn geschaffen wird.
Bereits ein Jahr darauf schrieben Kritiker, sie tanze mit Augen und Mund, sie übe einen „fakierhaften Zauber“ auf das Publikum aus.
Der Tanzhistoriker Karl Toepfer ordnet Elsie Altmann einer eigenen Kategorie innerhalb der Tanzmoderne zu. Sie verkörpere laut zeitgenössischer Wahrnehmung „Heiterkeit“. Ihre Auftritte zeichneten sich durch leichte, federnde Bewegungen und einen eleganten Biedermeier-Stil der Kostüme aus. Diese heitere Ausstrahlung sei von ihrem Debüt 1919 bis weit in die 1920er Jahre hinein ein Markenzeichen geblieben.
Sie ergänzte ihr tänzerisches Können durch Gesangsunterricht und trat in Karlovy Vary, Zagreb, München und nicht zuletzt in New York auf. Wobei ihre Programme mit selbst entwickelten Choreographien nach der Musik von Johann Strauß (Sohn) oder den „Altdeutschen Tänzen“ von Ludwig van Beethoven eine starke Wiener Note ausstrahlten.
Über ihren Vater kam sie in Kontakt zum Theater an der Wien, wo sie Anfang 1924 in Leo Falls „Die Rose von Stambul“ erstmals als Soubrette auftrat. Daraufhin wurde sie für die „Gräfin Mariza“ engagiert, in der sie die Lisa kreierte.
In Wien soll sie eine eigene Tanzkompagnie gegründet haben, mit der sie in Europa auftrat und 1933 nach Buenos Aires reiste.
In vielen Quellen ist zu lesen, dass sie aufgrund der Entwicklung in Deutschland und Österreich wegen ihrer jüdischen Herkunft entschied, nach den Auftritten in Buenos Aires nicht wieder nach Deutschland zurückzukehren.
Text: Gabriele Eichner
Quellen:
u.a. ChatGPT (13.06.2026)
https://de.wikipedia.org/wiki/Elsie_Altmann-Loos
OBL, österreichisches Bibliografisches Lexikon