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Grete Keller

Fachschaft Tanz, Fachgruppe 2
An den Herrn Präsidenten der Reichstheaterkammer
im Hause
Berlin, den 9. Juni 1938
Betr.: Entjudung
Zum Schreiben vom 16.5.1938 gebe ich Ihnen nachstehend die ausgeschlossenen Juden aus der Fachschaft Tanz, Fachgruppe 2 bekannt:
(…)

Ferner wurde die Aufnahme von sechs nichtarischen Personen abgelehnt und zwar:

Mitgl.Nr    Zuname    Vorname    Wohnort     Grad der Verjudung
(…)
2173    Keller        Grete        Köln        Volljüdin
(…)

Heil Hitler!
gez. Burger
Leiter der Fachschaft Tanz

Quelle: BDC. RKK: 0002/03
Abschrift des Dokuments in: Lilian Karina, Marion Kant: Tanz unterm Hakenkreuz, Eine Dokumentation, Henschel Verlag, Berlin 1996, S. 293f.

BDC: Berlin Document Center im Bundesarchiv Berlin
RKK: Reichskulturkammer

Im Gedenkbuch des Bundesarchivs, in dem die „Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland“ verzeichnet sind, existiert folgender Eintrag:

Keller, Grete Julie
geboren am 07. November 1907
in Köln/Rheinprovinz
wohnhaft in Köln
DEPORTATION
ab Köln
30. Oktober 1941, Litzmannstadt (Lodz), Ghetto 00. Mai 1942, Kulmhof (Chelmno), Vernichtungslager TODESORT
Kulmhof (Chelmno), Vernichtungslager

Es ist davon auszugehen, dass dieser Eintrag die Kölner Tänzerin Grete Keller betrifft.